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BOTSCHAFT VON PATER
GENERAL ZUM CLARETINERMISSIONSTAG
Rom, 22. August 2007
Liebe Brüder und Schwestern,
dieses Jahr steht der Weltmissionstag der Claretiner im Rahmen
des Weges, den wir zum Gedenken an den 200. Geburtstag des
heiligen Antonius Maria Clarets, des Gründers unserer
Kongregation, umrissen haben.

Clarets zu gedenken heißt, sich in eine
missionarische Ausrichtung zu begeben. Das wollten wir mit
dem Leitwort zum Ausdruck bringen, das den Feiern zum 200.
Geburtstag Clarets die Richtung weist: „Geboren, um
das Evangelium zu verkünden“. Das ist der Kern,
um den herum sich das Leben Clarets aufbaut. Das ist der Kern,
um den herum sich das Leben derer aufbauen wird müssen,
die sich von seinem missionarischen Charisma inspirieren lassen.
Dieser missionarische Auftrag hat für jeden von uns
eine ganz genaue Übersetzung an dem Ort, wo wir uns befinden.
Dort sind die Herausforderungen, die sich uns jeden Tag stellen.
Dieser Ort ist der Bereich, wo wir unsere Antwort auf den
Missionsauftrag Jesu zum Ausdruck bringen müssen: „Geht
und verkündet allen: Das Reich Gottes ist nahe.“
Nun hat dieser missionarische Auftrag allerdings auch eine
universale Dimension, die uns mit allen in dem freudigen Bemühen
verbindet, das Reich Gottes in diesem konkreten Zeitpunkt
unserer Geschichte gegenwärtig zu setzen. Die Solidarität
unter allen Völkern und unter denen, die ihnen aus ihrer
missionarischen Berufung heraus dienen, hat ihre Wurzel direkt
im Herzen des Vaters, der alle seine Söhne und Töchter
liebt. Wenn wir uns mitverantwortlich fühlen für
den missionarischen Auftrag, allen Völkern gegenüber
Zeugnis von der Liebe Gottes zu geben, weitet das unseren
Horizont und weckt unsere Kreativität, Wege zu suchen,
durch die diese Gemeinschaft zum Ausdruck kommt, die uns alle
verbindet.
Der Weltmissionstag der Claretiner hat zum Ziel, diesem
Gemeinschaftssinn, der uns über unseren eigenen Kontext
hinausblicken und uns die Nöte der anderen als unsere
eigenen spüren lässt, einen konkreten Weg zu bahnen.
Dieses Jahr lädt uns die Generalmissionsprokura, die
nicht nur selber Projekte betreut und die vielen anderen koordiniert,
die von den Provinzen und Delegationen betreut werden, ein,
an einigen von den Orten, wo die Kongregation noch nicht lange
tätig ist, angemessene Ausbildungsstrukturen einzurichten.
Konkret wird uns der Bau des Claretinernoviziats in
Nairobi (Kenia) vorgeschlagen. Ich ermuntere auch,
die Menschen, mit denen wir durch die Pfarreien, die Bildungseinrichtungen
und viele andere Dienste Kontakt haben, zu motivieren, sich
mit diesen Projekten zu solidarisieren, die zur Ausbildung
guter Missionare beitragen wollen.
In diesem Jahr, in dem wir den 200. Geburtstag Clarets feiern,
danken wir dem Herrn für die neuen missionarischen Berufungen,
die er uns schickt, und verpflichten uns, sie in ihrem Ausbildungsprozess
zu begleiten, damit das claretinische Charisma ein Element
bleibt, das dem missionarischen Engagement unserer Kirchen
Dynamik verleiht.
Ich danke euch für euren Beitrag und grüße
euch in brüderlicher Verbundenheit.
Josep M. Abella CMF
Generaloberer
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